Ökologische Folgen

Holzfäller schneidet sich selbst den Kopf mit der Säge ab

Zur Einschätzung der ökologischen Folgen dieses Großprojektes muß man berücksichtigen, daß der Flugplatz Hahn inmitten einer land- und forstwirtschaftlich orientierten Region liegt, die in Randbereichen - Mosel, Nahe, Rhein und Hochwald - intensiven Fremdenverkehr aufweist.

Der dünn besiedelte Hunsrück ist geographisch ein für die Menschen in den Ballungsräumen Rhein-Main, Koblenz-Neuwied, Köln-Bonn, Trier-Luxemburg und Saarbrücken schnell erreichbares Naherholungsgebiet. In weiten Teilen handelt es sich um eine intakte Kultur- und Naturlandschaft mit unschätzbarem Freizeit- und Erholungswert. So liegt die gemessene Lärmbelastung bei ca. 20 dB(A), das entspricht Blätterrauschen im Wald. Der Hunsrück ist damit eines der wenigen Gebiete mit nahezu nächtlicher Stille. Ähnlich verhält es sich mit in der Region verursachten Abgasen. Aufgrund der mangelnden Verkehrsinfrastruktur ist der durchfahrende Verkehr verhältnismäßig gering. Dies hat z.B. zur Folge, daß an der Umweltmaßstation Deuselbach mit die reinste Luft in der Republik gemessen wurde.

Da verwundert es nicht, dass die Deutsche Zentrale für Tourismus schreibt: "Die reizvolle Mittelgebirgsregion Hunsrück zwischen Mosel, Nahe, Saar und Rhein ist ideal als Ruhe- und Ausgangspunkt für die vielen möglichen Ausflüge.


Mit dem Ausschlußargument, nur der Flugplatz garantiert die wirtschaftliche Zukunft der Region, haben Politiker von SPD, CDU und allen voran der FDP, unterstützt von den örtlichen Politgrößen einen internationalen Flughafen mit uneingeschränktem Nachtflug in unsere "Heimat" gepflanzt. Jeder, der die Entwicklung und die ökologischen Folgen unkontrolliert ausufernden Verkehrs auf der Straße und in der Luft kennt, wie er zwangsläufig einhergeht mit einer hochsubventionierten forcierten Entwicklung eines Flughafens, wird sich ausmalen können, welchen nachhaltigen, zerstörerischen Wirkungen der Flughafen Hahn auf die Ökologie und die Lebensqualität haben wird.