Kooperation mit asiatischem Flughafen: Vom Hahn nach KasachstanDer Flughafen Hahn hat eine weitere Partnerschaft mit einem internationalen Flughafen geschlossen. Was sich der Hunsrück-Airport davon verspricht. |
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Trierischer Volksfreund Aktau? Kaum einer dürfte die Hafenstadt im Westen Kasachstans kennen. Knapp 300.000 Einwohner leben dort am Ostufer des Kaspischen Meeres. 26 Kilometer entfernt liegt der Flughafen. Und mit dem hat der Hunsrückairport Hahn nun eine Partnerschaft geschlossen. Es ist nicht der erste Flughafen, mit dem der Hahn kooperiert. Im August wurde eine Partnerschaft mit dem Greenville-Spartanburg International Airport in den USA besiegelt. Es gehe darum, "neue Möglichkeiten für den Passagier- und Frachtverkehr zwischen unseren Regionen und Kunden zu schaffen", sagte Hahn-Chef Rüdiger Franke im Sommer. Er erhofft sich durch die Kooperation vor allem eine Belebung des Frachtgeschäfts auf dem Hahn. Flughafen Hahn hat Partnerschaften mit Flughäfen und einer AirlineOb die Partnerschaft bereits Früchte trägt, ist nicht bekannt. In jüngster Zeit gab es offenbar keine Flüge zwischen den beiden Airports. Von Greenville-Spartanburg starten allerdings weiterhin regelmäßig Frachtflüge ins belgische Lüttich. Bei den vom Hahn vereinbarten Kooperationen geht es nicht nur um eine Steigerung des Frachtgeschäftes. Die im Mai geschlossene Partnerschaft mit der tadschikischen National-Airline Somon Air zielt auf Passagierflüge ab. Bislang bietet die Airline allerdings keine Flüge zum Hahn an. Seit einiger Zeit fliegt Somon Air einmal pro Woche von der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe nach München. Ob weitere Flüge nach Deutschland geplant sind, ist derzeit nicht bekannt. Allerdings hat die Airline kürzlich mitgeteilt, ihre Flotte zu erweitern. Sie hat mit dem Flugzeugbauer Boeing eine Grundsatzvereinbarung über den Kauf von bis zu 14 Maschinen unterzeichnet. Damit will Somon Air erstmals Langstreckenverbindungen von Duschanbe aus aufnehmen. Von der nun unterzeichneten Partnerschaft mit dem Flughafen in Aktau in Kasachstan hingegen hat der Hahn bereits profitiert. Laut Franke hat es schon zwei Flüge vom Hahn in die Hafenstadt gegeben. Zuletzt flog eine Frachtmaschine der aserbaidschanischen Airline Silk Way vom Hunsrück nach Kasachstan. Weitere Flüge seien geplant, teilte der Hahn-Chef mit. Silk Way ist keine Unbekannte im Hunsrück. Sie verbindet den Triwo Hahn Airport regelmäßig mit Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans. Der Airport in Aktau hat nach Ansicht von Franke das Potenzial für den Aufbau eines Transitfracht-Drehkreuzes auf Strecken zwischen Europa und Asien. Zudem verfügt er genau wie der Hahn über eine 24 Stunden Start- und Landegenehmigung. Der Airport bietet Verbindungen zu acht inländischen und 16 internationalen Zielen an, darunter Istanbul, Baku und auch Moskau."Wir wollen uns als Flughafen ständig weiterentwickeln und sind daher immer auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern", wird die General Managerin des Aktau International Airport, Meruyert Zholdybayeva, in der gemeinsamen Mitteilung zur Kooperation zitiert. |
(Trierischer Volksfreund vom 22.11.2025)