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B-50-Lückenschluss: Ein Abschnitt startetWie lange es dauern wird, bis die Strecke von Longkamp bis zum Flughafen Hahn komplett vierspurig ausgebaut sein wird, ist ungewiss |
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Von Christoph Strouvelle Longkamp/Büchenbeuren. Für die Befürworter von Projekten des Straßenausbaus waren die Ankündigungen von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder Anfang Dezember ein Grund zum Feiern. Für 16 Bundesstraßen und sieben Autobahnabschnitte erteilte der Eifeler Baufreigaben. Darunter befinden sich der lang ersehnte Lückenschluss der Al bei Dreis-Brück auf rheinland-pfälzischer Seite, aber auch der mittlere Abschnitt des noch nicht vierspurig ausgebauten Teils der B50 zwischen Longkamp und Büchenbeuren, der nach dem Bau des Hochmoselübergangs eine vierspurige Verbindung zwischen den niederländischen Häfen und dem Rhein-Main-Gebiet gewährleisten soll. Die knapp 20 Kilometer lange fehlende Verbindung soll in drei Stufen ausgebaut werden. Zum einen von Longkamp bis zur Zolleiche, der zweite Abschnitt liegt zwischen der Zolleiche und der Kreisgrenze Bernkastel-Wittlich/RheinHunsrück-Kreis, der dritte von der Kreisgrenze bis zur Anschlussstelle Büchenbeuren. Die gute Nachricht: Mit dem Ausbau des mittleren Stücks soll 2026 begonnen werden, teilt eine Sprecherin des Landesbetriebs Mobilität (LBM) mit. Begonnen werde mit Rodungsarbeiten, um zwei Brücken zu errichten. Dabei handelt es sich um eine Überführung im Bereich der späteren Anschlussstelle Hochscheid sowie um eine Grünbrücke in Höhe der Kreisgrenze. Die weiteren Rodungsarbeiten für die eigentliche Strecke werden in einem zweiten, späteren Schritt durchgeführt. Dies habe damit zu tun, dass nur sehr kurze Rodungszeitfenster zur Verfügung stünden und anschließend noch eine Untersuchung der Baufelder auf eventuell vorhandene Bodendenkmäler erfolgen müsse, bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen könnten. Im Anschluss daran soll 2026 mit den Bauarbeiten für die beiden Brücken begonnen werden. Die Gesamtbauzeit für den Abschnitt von der Zolleiche bis zur Kreisgrenze veranschlagt der LBM auf rund 3,5 Jahre. Der Bauabschnitt wäre dann voraussichtlich Ende 2029 fertig. Beide Richtungsfahrbahnen der B50 werden jeweils einen Standstreifen erhalten. Doch handelt es sich dabei nur um einen von drei Abschnitten, die noch ausgebaut werden müssen. Wie sieht es mit den anderen Abschnitten aus? Wann werden die gebaut und für den Verkehr freigegeben? Hier bleiben die Autofahrer im Ungewissen. Denn bevor bei beiden Abschnitten die eigentlichen Arbeiten beginnen können, muss erst noch das sogenannte Planfeststellungsverfahren begonnen und abgeschlossen werden. Für das Straßenstück von der Kreisgrenze, die in der Nähe des Bahnhofes Hirschfeld liegt, nach Büchenbeuren übernimmt das der LBM Bad Kreuznach. Dort werden, bevor das eigentliche Verfahren beantragt wird, die Unterlagen in Form einer Mustermappe auf Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit und Widerspruchsfreiheit von der Planfeststellungsbehörde geprüft. Der LBM beabsichtigt, die Mustermappe bis Mitte 2026 zur Prüfung vorzulegen. Doch wie das Planfeststellungsverfahren abläuft, kann die Straßenbaubehörde derzeit noch nicht abschätzen. Hier spielt insbesondere die hinreichende Aktualität der naturschutzfachlichen Unterlagen und Gutachten eine maßgebliche Rolle. Für den Abschnitt von Longkamp bis zur Zolleiche wird der LBM Trier im ersten Quartal 2026 das Planfeststellungsverfahren beantragen, sagt die Sprecherin der Behörde. "Wie lange sich das Verfahren hinziehen wird, können wir, wie auch bei allen andern Planfeststellungsverfahren, nicht scharf abgrenzen. Das ist immer wesentlich abhängig von dem Einwendungspotenzial und damit sowohl von der Fülle als auch von der Tiefe der dazu seitens des LBM Trier zu erstellenden Erwiderungen", sagt sie. Deshalb ist unklar, wann - nach Abarbeitung aller Einwendungen und anschließender Abwägung durch die Planfeststellungsbehörde - der Planfeststellungsbeschluss erlassen werden kann. "Insofern ist es auch nicht seriös, eine Aussage zu einem Baubeginn zu machen", sagt sie. Selbst die Bauzeit sei schwierig abschätzbar, "bei Annahme eines bestmöglichen Szenarios, muss mit einer Netto-Bauzeit von rund fünf Jahren gerechnet werden". Auch wenn der Bau und die Freigabe dieser beiden Abschnitte demnach noch einige Jahre dauern werden, soll das mittlere Stück wahrscheinlich zuerst für den Verkehr freigegeben werden. Hierfür seien in der Planung entsprechende Überleitungen auf den heutigen Bestand vorgesehen und mit planfestgestellt worden, sagt die Sprecherin. |
(Trierischer Volksfreund vom 16.12.25)