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Starker Rückgang der "zivilen" Militärflüge am TRIWO Flughafen Frankfurt-Hahn im Jahr 2025

Die von der Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn (BI) registrierte Anzahl der amerikanischen Truppentransporte und Transportflüge mit Militärgütern über den TRIWO Flughafen Frankfurt-Hahn ist 2025 gegenüber 2024 stark zurückgegangen.

Die BI zählte 2024 noch 719 Flugbewegungen, in 2025 waren es erfreulicherweise nur noch 558, also, deutlich weniger als zwei am Tag. Ein Rückgang um 161 Flüge bzw. 22,39%.
Noch erfreulicher ist der Vergleich zum Spitzenjahr 2009. Da waren es sogar noch 2.882 Flugbewegungen und selbst 2019 noch 2.233.

Die 558 Flüge im Jahr 2025 verteilten sich auf 419 Truppentransporte und 139 Flüge mit "zivilem" Kriegsmaterial. 169 Flugbewegungen fanden in der Zeit zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr statt, ein unerträglicher und durch nichts zu rechtfertigender Anteil von 30,29 %.


Vermutliche Wirkung auf Erlöse

Umgerechnet entsprechen die 161 Flugbewegungen in etwa der Anzahl der Flugbewegungen von 3 Sommerdestinationen von Ryanair oder Wizzair, die jeweils zweimal die Woche angeflogen werden.

Bei den Abflugentgelten und den Erlösen aus dem Verkauf von Kerosin werden die Flüge des US-Militärs bei weitem nicht durch Erlöse aus den Flügen von Ryanair oder Wizzair ausgeglichen worden sein.
Denn, bei den "zivilen" Militärflügen kommt nahezu ausschließlich schweres und veraltetes Fluggerät wie die B 747-400, B 767-300 und die MD 11 zum Einsatz, die oftmals viermal so schwer sind wie die von Ryanair oder Wizzair eingesetzten Leichtgewichte B 737-800 oder A 320. Zudem fliegt das "zivile" Militär fast ausschließlich Lang- und Mittelstrecke und die zumeist eingesetzten B 747-400 und die MD 11 gelten als wahre Spritsäufer.


Anzahl der Transitpassagiere am TRIWO Flugplatz Hahn stark rückläufig

Laut der Statistik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) ist die Anzahl der am TRIWO Flughafen Frankfurt-Hahn in den Monaten Januar bis November 2025 gezählten Transitpassagiere - zumeist US-Soldaten - um 9.312 bzw. 20,73% zurückgegangen.
Bei der Transitfracht - Anteil der Militärfracht unbekannt, schätzungsweise 50% - wurden im gleichen Zeitraum 4.236 to bzw. 21,40% weniger gezählt.


Warum nicht Ramstein oder Spangdahlem?

Die Frage, warum die Flüge nicht über die in weniger als 10 Flugminuten entfernten US-Airbases Ramstein oder Spangdahlem abgewickelt werden, konnte bis heute nicht geklärt werden.

Weiterführende Links

(Newsletter der BI Nachtflughafen Hahn vom 22. Januar 2026)