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TRIWO Hahn Airport GmbH mit 8,246 Mio. Euro Verlust in 2024

Die TRIWO Hahn Airport GmbH hat am 30.01.2026 ihren Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2024 im Unternehmensregister veröffentlicht.

Darin weist das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024 einen Verlust in Höhe von 8.245.462,87 € aus. Im Vorjahr (01.05. - 31.12.23) waren es 3.163.317,58 €.

Laut Prognosebericht 2023 erwartete die Geschäftsleitung für 2024 ein ausgeglichenes bis leicht positives Jahresergebnis. "im Ergebnis für 2024 mit einem ausgeglichenen bis leicht positiven Jahresergebnis 2024 und einem deutlichen Jahresüberschuss für 2025"

Angesichts der Sensationsmeldungen in der Presse über den boomenden Flughafen unter der Ägide der TRIWO, schwarze Zahlen am Hahn und den Elogen über das außerordentliche Geschick der beiden Geschäftsführer Herr Peter Adrian und Herr Rüdiger Franke in der Führung von Flugplätzen ein stark ernüchterndes Ergebnis. Da scheint auch nicht geholfen zu haben, dass Herr Adrian einen Flugschein besitzt und passionierter Hobbypilot ist, woraus ein besonders eifriger Schriftleiter eine besondere Qualifikation zum Führen eines "internationalen Fracht- und Charterflughafens" herleitete.


Merke: Die Märkte lassen sich nicht betrügen!

Ausreden, Schuldzuweisungen und PR-Geschwafel

Die Erläuterungen im Anhang, Lage- und Prognosebericht bieten wenig Neues. Ausreden, Schuldzuweisungen an Dritte und das übliche PR-Geschwafel von Chancen und Potenzialen.

Bemerkenswert ist jedoch der Satz in den Ausführungen zur Finanz- und Vermögenslage:

"Die Liquidität war über das gesamte Geschäftsjahr hinweg angespannt, jedoch durch Gesellschafterbeiträge jederzeit gesichert."


BI: Keine nachhaltige Besserung in Sicht

Aufgrund des Passagier- und Frachtaufkommens 2025 ist nach unserer Einschätzung keine nachhaltige Verbesserung des Geschäftsergebnisses zu erwarten. Das Mengenwachstum im Passagierbereich in 2025 wurde zumeist im wenig umsatz- und ertragreichen VFR - Geschäft (Besuch von Freunden und Verwandten) auf Strecken nach Südosteuropa erzielt. Das Frachtgeschäft stagniert trotz äußerst optimistischer Prognose und des gebetsmühlenartig wiederholten angeblichen Alleinstellungsmerkmal "Nachtflugerlaubnis" auf niedrigem Niveau mit Gesellschaften, die mit jedem Cent knapsen.
Berichte lassen zudem auf eine weitere deutliche Steigerung der Personalkosten in 2025 und den Folgejahren schließen.

Wir sind gespannt, wie lange sich die TRIWO AG die Verluste der TRIWO Hahn Airport GmbH noch leisten will (kann), bevor sie die Reißleine zieht oder ziehen muss.

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(Newsletter der BI Nachtflughafen Hahn vom 01.02.2026)