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Luftrambos von der Lufthansa erneut am Flughafen Frankfurt-Hahn - Flugbereitschaft BMVG mit Flugstundensammlern

Am Mittwoch, den 26.07.2023 fand erneut Pilotentraining der Lufthansa am Flughafen Frankfurt-Hahn statt. Um Punkt 07.00 Uhr flog ein Airbus A 340-642 der Lufthansa mit dem Kennzeichen D-AIHZ vom Flughafen Frankfurt am Main in den Luftraum Hahn ein, um anschließend bis ca. 09:10 ca. 20 Runden (8x Naheseite, 12x Moselseite) um den Flugplatz Frankfurt bei Hahn zu drehen. Der Flug wurde mit den Flugnummern LH 9916 und LH 9917 durchgeführt.




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Pinocchio statt Kranich im Lufthansa-Logo

Im Zusammenhang mit den Platzrundenflügen der Lufthansa am 28.06.2023 (2 Maschinen), am 29.06.2023, 08.07.2023 und am 11.07.2023 präsentierte ein Sprecher der Lufthansa noch folgende Ausreden für die massive Belästigung der Bevölkerung durch seine Gesellschaft.

  • Hahn wird nur in Ausnahmefällen angeflogen.
  • Hahn wird nur angeflogen, wenn an den ursprünglich geplanten Flughäfen so schlechtes Flugwetter herrscht, dass ein Training dort unmöglich ist.
  • Hahn wurde bei einem "Werkstattflug", also bei einer Maschine die nach Stilllegung wieder in den regulären Dienst zurückkehren soll, und vorher ausgiebig durchgetestet werden muss.

Alles nicht wahr. Fünf der letzten fünf Pilotentrainings (LH9916 und LH 9917) führte die Lufthansa am Flugplatz Hahn durch. Von schlechtem Flugwetter bspw. an den Flughäfen Karlsruhe Baden-Baden, Nürnberg, Ingoldstadt (Manching), Dortmund, Kassel-Calden, Paderborn/Lippstadt, Münster-Osnabrück, Bremen und Rostock-Laage ist uns nichts bekannt. Die am Pilotentraining zum Einsatz gekommenen Maschinen kamen aus dem Liniendienst und wurden anschließend dort wieder eingesetzt.

Wir schlagen vor, dass Lufthansa ihren Kranich im Logo durch die Figur des Pinocchio ersetzt.


Flüge sorgten für allgemeine Aufmerksamkeit

Die Flüge sorgten für "allgemeine Aufmerksamkeit", sodass sogar die Rhein-Zeitung in ihrer Ausgabe vom 29.07.2023 darüber berichtete. Wie der Feld-, Wald- und Thekenfunk meldet, sorgen die Überflüge der Lufthansa für massive Verärgerung in der Bevölkerung. So soll den Piloten mit geschlossener Faust oder erhobenem Mittelfinger gewunken worden sein. Selbst bei glühenden Flughafenbefürwortern, die nichts gegen Fluglärm haben, solange sie davon nicht betroffen sind, durch die Platzrundenflüge jetzt aber in den "Genuss" von Fluglärm gekommen sind, soll die Begeisterung für "ihren heißgeliebten Hahn" und den neuen Messias des Hunsrücks schon merklich abgekühlt sein.


Flugbereitschaft BMVG mit Pilotentraining am Hahn

Nachdem die Flugbereitschaft BMVG bereits am Montag, den 17.07.2023 in der Zeit von ca. 16:20 - 18:00 Uhr mit einem Airbus A 340-313X mit dem taktischen Kennzeichen 16+02 und der Flugnummer GAF918 Pilotentraining betrieben hatte, war die Flugbereitschaft am Freitag, den 28.07.2023 in der Zeit von 12:15 - 13:45 Uhr schon wieder zum Pilotentraining am Hahn, dieses Mal mit einem Airbus A 321LR mit dem taktischen Kennzeichen 15+11 und der Flugnummer GAF781.


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Beide Male flogen die Maschinen ihre Halbrunde mit jeweils nur einer Ausnahme auf der Moselseite. Vielleicht sind die scheinbaren "Pilotenschüler" überfordert, wenn sie abwechselnd rechts- oder linksherum fliegen müssen.


Flugstundensammler für Weitergewährung von "Zulage im fliegerischen Dienst"?

Während bei der Lufthansa "angehende richtige" Piloten am Hahn üben, scheint im Fall der Flugbereitschaft BMVG der Fall anders zu liegen. Wie uns zugetragen wurde, sollen sich bei den Flügen zumeist "wohlbeleibte Operettenoffiziere aus dem Stab" am Ruder befinden.
Diese wären nicht mehr im fliegerischen Dienst und hätten demzufolge keinen Anspruch mehr auf die "ruhegehaltsfähige Zulage für fliegendes Personal der Bundeswehr".
Mit Duldung oder auf Weisung ihres wohlwollenden Dienstherrn würden sie jedoch auf Kosten des Steuerzahlers bei Leerflügen die Mindestanzahl von Flugstunden incl. der vorgeschriebenen Anzahl von Starts- und Landungen absolvieren, um weiterhin die Zulage für fliegendes Personal der Bundeswehr kassieren zu können.

(Newsletter der BI Nachtflughafen Hahn vom 31.07.2023)